Ein mutiger Neuanfang an der Nordsee
Den Schritt ins Ausland wagen, ein eigenes Unternehmen aufbauen und sich an einem neuen Ort ein Leben aufbauen – davon träumen viele. Alain, Mirabelle und ihr Sohn haben diesen Traum verwirklicht und sich in Cuxhaven an der Nordsee eine neue Heimat geschaffen.
Im Video erzählen sie, wie sie auf den ehemaligen Wasserturm aufmerksam wurden, weshalb sie sich für Cuxhaven entschieden haben und wie aus einer aussergewöhnlichen Idee ein erfolgreiches Projekt entstanden ist.
Die Wahl des richtigen Standorts
Wer auswandern möchte, sollte sich gut überlegen, wohin die Reise gehen soll. Für Alain und Mirabelle spielte dabei nicht nur der Ort selbst, sondern auch das Potenzial des Gebäudes eine wichtige Rolle. Cuxhaven erwies sich als idealer Standort: Die Stadt zieht jedes Jahr zahlreiche Feriengäste an und bietet damit beste Voraussetzungen für ein Café mit besonderem Charakter.
Rückblickend wären auch andere Länder infrage gekommen. Frankreich, Schottland oder England standen ebenfalls auf der Liste möglicher Ziele. Dort hätten sich ebenfalls spannende Gebäude und interessante Projekte gefunden. Für ein Café sind jedoch nicht nur die Räumlichkeiten entscheidend, sondern auch die Menschen, die vorbeikommen. Die touristische Lage an der Nordsee gab letztlich den Ausschlag.
Ein Familienbetrieb mit viel Herzblut
Hinter dem Café steht bis heute die ganze Familie. Gemeinsam bilden Alain, Mirabelle und ihr Sohn das Kernteam des Betriebs. Unterstützt werden sie lediglich punktuell durch Aushilfen während besonders arbeitsintensiver Zeiten.
Der Alltag ist geprägt von langen Arbeitstagen und viel Eigenleistung. Die Produkte werden selbst hergestellt, was hohe Qualität garantiert, aber auch viel Zeit in Anspruch nimmt. Besonders in den Sommermonaten, wenn zahlreiche Gäste nach Cuxhaven reisen, ist im Café Hochbetrieb.
Würden sie es wieder tun?
Auf diese Frage fällt die Antwort differenziert aus. Die Familie bereut ihren Schritt keine Sekunde. Ohne den Mut von damals gäbe es das Café Wasserturm heute nicht. Gleichzeitig wissen Alain und Mirabelle heute besser als damals, wie viel Arbeit und Einsatz ein Projekt dieser Grössenordnung tatsächlich verlangt.
Ein ähnlich grosses Vorhaben würden sie wohl nicht noch einmal starten. Stattdessen würden sie versuchen, von Beginn an mehr Unterstützung aufzubauen und gewisse Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Doch solche Entscheidungen hängen nicht zuletzt von den finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.
